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August 17, 2022

E-Commerce Software – Mehr Effizienz durch leistungsstarke Tools

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Die Deutschen sind ein sehr misstrauisches Volk, das lange Zeit benötigt, um sich an Veränderungen und Innovationen zu gewöhnen. Als der Online-Handel immer mehr Form annahm und Unternehmen aller Branchen und Sektoren Webshops einrichtete, blieben die Deutschen zurückhaltend. So betrug der deutsche Umsatz, der vor zehn Jahren im B2C-E-Commerce verzeichnet wurde, 28 Milliarden Euro. Nach und nach fassten die Bundesbürger verstärkt Vertrauen zum Online Shopping und sorgten für ein kontinuierliches Wachstum des Marktes.

Dank der Coronapandemie, die seit 2020 weltweit ihr Unwesen treibt, waren die Verbraucher gezwungen, die bisherigen Gewohnheiten zu ändern. Die Angebote aus dem Internet wurden vermehrt in Anspruch genommen und hatten einen rapiden Umsatzanstieg zur Folge: 2021 konnten 86,7 Milliarden Euro im Online-Handel generiert werden und die Prognosen für 2022 sind bereits sehr rosig: Es wird ein Umsatz von 97,4 Milliarden Euro erwartet.

 

Da der E-Commerce mittlerweile einen Anteil von 19 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes ausmacht, ist Unternehmen klar, dass das Thema Webshop nicht mehr stiefmütterlich behandelt werden kann. Es müssen E-Commerce-Lösungen verwendet werden, die Betreiber entlasten und das Kauferlebnis für Besucher so attraktiv wie möglich gestalten.

 

 

Was versteht man unter einer E-Commerce-Software?

 

In der Vergangenheit mussten Webseiten und Shopsysteme von Spezialisten programmiert, verwaltet und gepflegt werden. Ohne das fachliche Know-how und die Expertise war es nicht möglich, einen Online Shop ins Leben zu rufen und zu betreuen. Die Betreiber, die keinerlei Erfahrungen im Programmieren hatten, waren auf externe Informatiker angewiesen. Das führte zu administrativen Problemen und hohen Ausgaben, welche die Gewinne deutlich schmälerten.

 

Um diese Probleme zu umgehen, wurden E-Commerce-Plattformen aufgebaut, die eine einfache Konzipierung, Verwaltung und Betreuung von Online Shops ermöglichen. Der Webseitenbetreiber greift auf Vorlagen und Templates zurück, mit deren Hilfe eine digitale Storefront erstellt werden kann. Zusätzlich können Produktlisten mit allen verfügbaren Waren angelegt werden. Es kann ein Self-Service-Modell integriert werden, das über einen Warenkorb, verschiedene Zahlungsmethoden und automatisierte Benachrichtigungen über die Lieferung verfügt.

 

Die Organisation der Bestellung wird durch eine strukturierte Auftragsbearbeitung und das Management von Produktlieferungen, Erstattungs- und Rücksendeanträgen gewährleistet.

 

Der Aufbau einer E-Commerce-Lösung ist mit Warenwirtschafts- und Kassensystem und Programmen für den Einzelhandel vergleichbar. Die E-Commerce-Plattform kann jedoch in verschiedene Kategorien unterteilt werden, welche die unterschiedlichen Anforderungen und Voraussetzungen der Unternehmen berücksichtigen.

 

Was sind die Vorteile einer E-Commerce-Software?

 

E-Commerce-Tools sind aus der heutigen Geschäftswelt nicht mehr wegzudenken. Sie bieten eine lange Reihe von Vorteilen, wodurch die täglichen Aufgaben leichter und effizienter gemeistert werden können:

 

  1. Einrichtung und Verwaltung: Die Webshop-Landschaft ist prall gefüllt. Um weiterhin am Ball zu bleiben und sich gegen die starke Konkurrenz behaupten zu können, ist es wichtig, einen ansprechenden und nutzerfreundlichen Webshop zu besitzen. Das Design, die Inhalte und die Funktionen der Plattform müssen beständig überarbeitet und angepasst werden. Mit einer Software ist die Einrichtung und Pflege der E-Commerce-Website ein Kinderspiel und es können Zeit, Kosten und Arbeitskräfte gespart werden.

 

  1. Automatisierung: Im Geschäftsalltag sind Wiederholungen und monotone Aufgaben nicht zu vermeiden. Die E-Commerce-Plattform ist jedoch in der Lage, zeitaufwendige Tasks zu automatisieren und die Mitarbeiter aktiv zu entlasten. So können Auftragsbestätigungen automatisch versendet und die Lieferkosten berechnet werden. Die Angestellten können sich somit komplexeren Arbeiten zuwenden und aktiv an der Kundenzufriedenheit arbeiten.
  2. Lagerbestände: Der Online Shop lebt von den eigenen Verfügbarkeiten und hohen Lagerbeständen. Sind die Artikel in nicht ausreichender Stückzahl vorhanden, mindert das den Umsatz und ruft den Unmut der Kundschaft hervor. Die manuelle Inventur ist sehr mühsam und fehleranfällig. Artikel werden übersehen, Waren falsch eingetragen oder ein Mangel zu spät erkannt.Die E-Commerce-Plattform ist ein Meister der Warenwirtschaft und schickt rechtzeitig Warnungen und Meldungen heraus, um Mitarbeiter darauf hinzuweisen, wenn Bestände sich dem Ende zuneigen. Das maschinelle Lernen sorgt zudem dafür, dass ein erhöhter Bedarf schnell und zuverlässig erkannt und mitgeteilt wird.
  3. Marketing: Der Vertrieb findet heutzutage hauptsächlich im Internet statt. Die Website nimmt dementsprechend eine Schlüsselfunktion ein und fungiert als eine Art virtuelles Schaufenster. Sie präsentiert Produkte, gibt einen tiefen Einblick ins Unternehmen und versorgt die Besucher mit News.Damit Nutzer die Webseite öffnen und Conversions generiert werden, muss der Webshop allerdings gefunden werden. Hier kommt SEO ins Spiel. Dank verschiedener Faktoren, wie der Integration von Keywords, Meta Daten oder ansprechenden Content gewinnt die Internetseite an Sichtbarkeit. Die E-Commerce-Software setzt die Rankingfaktoren gezielt um und erleichtert dem Shopbetreiber somit das Marketing.
  4. Monitoring: Weiterhin ist es möglich, das Kundenverhalten mittels E-Commerce-Plattform zu analysieren und darauf basierende Schritte – E-Mail-Marketing etc. – einzuleiten. Die Webshop Software beobachtet die Kennzahlen und überwacht die Interaktionen der User. Es wird registriert, welche Elemente vermehrt angeklickt werden oder welches Produkt besonders häufig aufgerufen wird. Mithilfe dieser Daten kann das Angebot der E-Commerce Shops überarbeitet und die Marketingstrategie direkt an die Wünsche der Kunden des Onlineshops angepasst werden.

 

Verschiedene Arten von E-Commerce-Software

 

Heutzutage steht eine Vielzahl von E-Commerce-Softwarelösungen zur Auswahl. Die einzelnen Plattformen verfügen über individuelle Eigenschaften und Funktionen, die auf unterschiedliche Bedürfnisse angepasst sind. Somit kann keine Empfehlung für die besten E-Commerce-Systeme ausgesprochen werden. Die Wahl muss individuell getroffen werden.

 

 

SaaS-Lösungen

 

Der Vorteil der SaaS-Shopsysteme liegt im Drag-and-Drop-Editor, der eine individuelle Zusammenstellung des Webshops ermöglicht. Nach eigenem Belieben können die Elemente angeordnet werden, wodurch trotz einheitlicher Vorlagen individuelle Shops entstehen. Bei der Software-as-a-Service (SaaS) handelt es sich um cloudbasierte Programme, die monatlich, jährlich oder on demand in Anspruch genommen werden. Sie eignen sich in erster Linie für kleine und mittelständische Unternehmen, Einzelunternehmer und größere Betriebe.

 

 

Webshop-Plugins

 

Webshop-Plugins sind mit SaaS-Lösungen vergleichbar. Im Gegensatz zu der Software-as-a-Service wird die Erweiterung auf der Homepage oder dem Blog installiert und unterstützt bei der Einrichtung des Online Business. Abhängig von den eigenen Anforderungen kann das Add-on beliebig erweitert werden, wodurch es sich für unterschiedliche Branchen und Unternehmensgrößen eignet. Die Plugins sind oftmals kostenlos oder recht günstig erhältlich. Je mehr Erweiterungen allerdings genutzt werden, desto teurer wird das Produkt.

 

 

On-Premise-Lösungen

 

On-Premise-Lösungen sind ein perfekt auf den Webshop zugeschnittenes Shopsystem, das auf den unternehmenseigenen Servern gehostet wird. Entwicklung, Installation und Pflege der E-Commerce-Plattform sind mit einem intensiven Aufwand verbunden, der allerdings Früchte trägt!

 

Es sind Experten mit langjähriger Erfahrung nötig, um ein solches Programm zu entwickeln. Intexsoft.com ist eine geeignete Adresse, um On-Premise-Lösungen im eigenen Webshop zu realisieren. Für die Inanspruchnahme der Produkte und Dienstleistungen müssen Webshopbetreiber jedoch tief in die Tasche greifen. Demzufolge wird diese Art der E-Commerce-Software hauptsächlich von großen Unternehmen mit reichlich Budget in Anspruch genommen.

 

 

Open-Source-Shopsysteme

 

Nur echte Profis sind in der Lage, mit einem Open-Source-Shopsystem ein Online Business zu kreieren. Anpassungen und Änderungen erfolgen über den Quellcode, weswegen technische Expertise und Programmierkenntnisse erforderlich sind. Ein Pluspunkt ist, dass das Frontend- und Backend-Development nach den eigenen Vorstellungen gestaltet werden kann. Betreiber eines E-Commerce-Shops können die Lizenz der Open-Source-Shopsysteme erwerben.

 

 

Funktionen einer E-Commerce-Software

 

Ein Webshop muss heutzutage um ein umfassendes Leistungsspektrum verfügen, um den Anforderungen der Kundschaft gerecht zu werden und den Betreibern des Shops tatkräftig unter die Arme zu greifen. Je nachdem für welche Art der E-Commerce-Software man sich entscheidet, wird die Einrichtung eigenständig oder von einer Webagentur umgesetzt.

 

  • Hosting: Bereitstellung einer Domain mit integrierten E-Mail-Accounts

 

  • SSL-Verschlüsselung: Webshops müssen den Datenschutzrichtlinien Folge leisten. Die SSL-Verschlüsselung verhindert unbefugte Zugriffe auf persönliche Informationen.

 

  • Analytics-Dashboard: Mithilfe des Key Performance Indicator (KPI) können Kennzahlen zu den Bestellungen, dem Umsatz, den Interaktionen oder den Produkten eingesehen werden.

 

  • Websitemanagement: Einrichtung, Verwaltung, Pflege und Monitoring des Shops

 

  • Auftragsbearbeitung: Verfolgung, Bearbeitung, Organisation und Verwaltung von Kundenaufträgen

 

  • Marketing: Suchmaschinenoptimierung, E-Mail-Marketing, Bereitstellung von Schnittstellen, etc.

 

  • Warenwirtschaft: Überwachung der Lagerbestände und Aufstocken der Vorräte nach Bedarf

 

  • Katalogisierung: Erweiterung des Produkt-Portfolios um weitere Waren

 

  • Versandoptionen: Schnittstellen zu verschiedenen Versanddienstleistern inklusive präziser Berechnung der Versandkosten

 

  • Internationalität: Unterstützung mehrerer Währungen und Sprachen

 

  • Bezahlarten: Mögliche Integration von PayPal, Amazon Pay, Sofortüberweisung, Lastschrift, Kreditkartenzahlung, etc.

 

  • Buchhaltung: Automatisierte Erstellung von Rechnungen mit Anwendung verschiedener Mehrwertsteuersätze und Schnittstellen zu Buchhaltungsprogrammen

 

  • Mobiler Zugang: Zugriff auf die Webseite via Smartphones, Tablets und Co.

 

 

Kosten eines Online-Shopsystems

 

Es gibt keine allgemeingültige Antwort auf die Kostenfrage. Während SaaS-Lösungen und Open-Source-Shopsysteme eine regelmäßige Gebühr erheben, müssen Webshop-Plugins kostenpflichtig erworben werden. On-Premise-Lösungen sind speziell für den Webshop entworfene Programme, die ausschließlich vom Shopbetreiber verwendet werden dürfen. Dementsprechend liegt diese Art des Online-Shopsystems in einer gehobenen Preiskategorie.

 

 

Wichtige Kriterien einer E-Commerce-Software

 

  • Benutzerfreundlichkeit: Die E-Commerce-Software sollte einfach zu bedienen und gut verständlich sein. Die Einrichtung und Pflege sollte ohne technisches Know-how bewältigt werden können. Weiterhin ist es wichtig, eine Plattform zu wählen, die auch komplexe Funktionen und Anforderungen abbilden kann.

 

  • Gestaltungsmöglichkeiten: Der erste Eindruck zählt. Mithilfe des Shopsystems muss eine optisch ansprechende und klar strukturierte Website geschaffen werden können. Die User müssen sich problemlos zurechtfinden und Produkte mittels Filter oder der Option “Suche” kinderleicht aufspüren können.

 

  • Suchmaschinenoptimierung: SEO ist das Herz der Marketingstrategie von Online Shops. Nur durch die Berücksichtigung der Rankingfaktoren von Google, Xing und Co. sind die User in der Lage, das eigene Shopsystem aufzuspüren.

 

  • Kundensupport: Eine Wissensdatenbank, Online Tutorials und FAQs sind eine große Hilfe bei der Verwaltung von Online Shops. In manchen Fällen ist allerdings mehr Hilfe nötig. Der Kundensupport unterstützt bei Bugs und kann schnelle Lösungsansätze bei komplexen Problemen liefern.

 

Was sind die aktuellen Trends im E-Commerce?

 

  1. Künstliche Intelligenz: Die Technologie entwickelt sich beständig weiter. Mittlerweile kann maschinelles Lernen genutzt werden, um userbezogene Datensätze zu sammeln, auszuwerten und zur Optimierung des Webshops zu verwenden.
  2. Bots: Dank dialogorientierter Nutzeroberflächen und Chatbots können einfache Kundenanfragen von künstlicher Intelligenz bearbeitet werden. Die KI lernt mit jeder Interaktion und entwickelt clevere Lösungsansätze. Die Bots steigern die Kundenzufriedenheit, senken die laufenden Kosten des Unternehmens und entlasten den Kundenservice.
  3. Datenschutz: Die Europäische Union hat strenge Vorschriften zum Schutz der persönlichen Daten erlassen. Webshops müssen sich das Einverständnis der User holen, um Surf- und Kaufgewohnheiten zu analysieren und Mittel und Wege finden, die Daten zu schützen.
  4. Cloud-Technologie: Hybride Arbeitsmodelle und Home Office gewinnen zunehmend an Beliebtheit. Mit der Cloud-Technologie haben Mitarbeiter, die außerhalb des Unternehmens arbeiten, die Möglichkeit, auf Tools, Dokumente und Daten zuzugreifen.
  5. Individuelle Softwareentwicklung: Die Ansprüche der Kundschaft steigen und Unternehmen suchen nach Lösungen, um das Kauferlebnis positiver und optimierter zu gestalten. Die Lösung ist die individuelle Softwareentwicklung. Die Entwickler passen die E-Commerce-Plattform speziell auf die Ansprüche der Branche, der Zielgruppe und des Unternehmens an.

 

 

Das Fazit – Individuelle Ansprüche entscheiden über die E-Commerce-Software

 

Die Landschaft der E-Commerce-Plattformen ist weitläufig. Shopbetreiber sollten sich durch die Masse an Angeboten kämpfen und eine Lösung wählen, welche die eigenen Bedürfnisse und Anforderungen zu 100 Prozent umsetzt. Ausgezeichnete Dienstleistungen und Produkte reichen mittlerweile nicht mehr aus, um eine starke Kundenbindung zu erzeugen. Die User müssen durch den Kundenservice, das Marketing, den Funktionsumfang und den Aufbau des Webshops von den Leistungen des Online Business überzeugt werden.

 

Für Einzelunternehmer und kleine Unternehmen empfiehlt sich aufgrund des knappen Budgets eine Open-Source-Lösung, ein Webshop-Plugin oder eine SaaS-Lösung. Ist man allerdings nicht knapp bei Kasse und möchte in den eigenen Erfolg investieren, bietet sich eine On-Premise-Lösung an.

 

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